
Der Erfolg gab ihrem Rezept Recht, hat das selbstbetitelte ´99er Debüt doch in den USA Platinstatus sowie in Australien und England Gold erhalten und ganz nebenbei unzähligen Käufern das ideale Hilfsmittel gegen Schmerz, Frustration und Verzweiflung geliefert.
Doch damit nicht genug, der Erfolgskurs des psychopathischen Neuners nimmt auch anno 2001 kein Ende.
Sicherlich war es schwer, dem fabelhaften Debüt gerecht zu werden, doch diese Burschen haben es geschafft und sogar in unvorstellbarem Auswuchs an Perfektion zugelegt und mit "Iowa" (produziert von Ross Robinson) ein Wutgebräu eingehämmert, welches in seiner Intensität kaum zu überbieten ist. Mehr als das, denn, diese Scheibe ist brutaler, brachialer, unbändiger und sicker als die höchsten Erwartungen es auch nur annähernd ahnen ließen. SLIPKNOT prügeln sich kompromisslos durch das über einstündige Meisterwerk, ohne auch nur eine einzige Sekunde ihre Roots zu verleugnen, die merklich in extremsten Formen des Grindcore, Black- und Death Metal verwurzelt sind.
Und nun, liebe Gemeinde: „VOl. 3: (THE SUBLIMINAL VERSES)"! Wie die beiden Vorgänger darf auch dieses Werk als MONSTER (!) bezeichnet werden, jedoch ist dieses Monster ein anderes als zuvor. Das von Meister Rick Rubin (Slayer, System Of A Down) produzierte Rund zeigt sich zwar nicht minder heavy, dennoch ist diese Heavyness eine extrem vielseitige. Die Slipknot'schen Adrenalin-Kicks sind brutal, aggressiv und hämmernd, aber dieser Tage beizeiten auch abgrundtief, fragil, melodisch. Ein Album wie ein unbarmherziger Sturm, der in manch Moment eine (nicht minder friedliche!) Brise zulässt. Aufgenommen wurde diese Achterbahn-Attacke in Los Angeles, direkt in Rubins Gemächern: Der sagenumwobenen Houdini Mansion, in welcher es Gerüchten zufolge geisterhaft zugehen soll. „Du kannst die Atmosphäre des Hauses richtig auf dem Album spüren", so Corey Taylor. „Es wirkte, als wären Geister in den Maschinen, im Equipment, alles wirkte sehr befremdlich."












