
Der Entstehungsprozess ihres siebten Studioalbums führte STAIND in die dunkelsten Abgründe ihrer Karriere. Wieder aufgetaucht sind sie mit ihrem bisher härtesten und fesselndsten Werk, das konsequenter Weise „Staind" heißt, denn es spiegelt den Kern dessen wider, was STAIND ausmacht.
Die mehrfach mit Platin ausgezeichnete Band - bestehend aus Aaron Lewis, Mike Mushok und Johnny „Old School" April - ist für ihr neues Album bis an ihre Grenzen gegangen. Die Bandmitglieder mussten dafür so einiges durchmachen, aber letztendlich ist es ihnen gelungen, ein Album voller harter und doch melodischer Songs zu schreiben - ähnlich ihrem 1999 erschienenen Majorlabel Debüt „Dysfunction", aber angereichtert mit der Erfahrung aus 16 Jahren Songwriting, Recording und gemeinsamer Touren, die sich natürlich auf ihr musikalisches und lyrisches Verständnis ausgewirkt hat.
STAIND haben weltweit mehr als 15 Millionen Alben verkauft, hatten acht Top 10 Singles, darunter sogar drei Nummer 1 Hits, und haben mit „It's Been Awhile" den meistgespielten Rocksong des letzten Jahrzehnts geschrieben. Drei ihrer insgesamt sechs Alben - „Break the Cycle", „14 Shades of Grey" und „Chapter V" - sind direkt auf Nr. 1 der Billboard Top 200 eingestiegen, „The Illusion of Progress" 2008 auf Platz 3.
Auf „Staind" verbindet die Band ihre gewohnte Emotionalität mit technischer Finesse. Baritongitarren und Mushoks starkes Solo untermauern die gefühlvollen Screams von Lewis auf „Eyes Wide Open". Der Song „The Bottom", der auch auf dem Soundtrack des Kinofilms „Transformers 3" zu finden ist, schlängelt sich durch einen Hagel kreischender Gitarren, Bässe und Drums. Diese Lieder sind rau, und sie sind echt. Sie sind hart, ehrlich und stecken voller Power. Sie sind alles, wofür Staind schon immer standen.
Die Entscheidung, wieder ein härteres Album zu schreiben, fällte die Band einstimmig und begab sich im Dezember 2010 ins Studio. In zahlreichen Sessions sind sie nicht minder zahlreiche Ideen durchgegangen, bevor sie schließlich bei dem gelandet sind, was die jetzigen Songs werden sollten. Johnny K (Disturbed, Sevendust) kehrte hinter das Mischpult zurück, und man schuf im Studio von Sänger Aaron, einer umgebauten Scheune, eine angenehme Recording Atmosphäre. In dieser Scheune wurden Schlagzeug, Bass und Gesang aufgenommen; Mushok spielte die Gitarrenspuren im Proberaum der Band in Springfield, Massachusetts ein.
In den Wintermonaten sah sich Lewis mit der Aufgabe konfrontiert, gleichzeitig seine Solo-EP „Town Line" zu promoten und quasi rund um die Uhr an „Staind" zu arbeiten. „Town Line" debütierte auf Platz 1 der Billboard Country Charts und auf Platz 7 der Billboard 200 und brachte Lewis außerdem zwei CMT Award Nominierungen ein. An den Wochenenden spielte der Sänger Akustikshows, und unter der Woche kümmerte er sich zu Hause um das Songwriting. Dennoch wollte die Inspiration nicht so richtig einsetzen - bis zum letztmöglichen Termin im April, als er schließlich den Großteil der Texte für das Album innerhalb von vier zermürbenden, nervenaufreibenden Tagen geschrieben und aufgenommen hatten.
Der gesamte Entstehungsprozess des neuen Albums wurde von einem Kamerateam gefilmt. Diese Dokumentation beschreibt Lewis treffend als „Some Kind of Monster on steroids. It unveils everything that went into this." Nachdem sie das Album abgeschlossen hatten, stand bei STAIND eine entscheidende Veränderung an: Sie trennten sich freundschaftlich von Schlagzeuger Jon Wysocki.
„Not Again", die erste offizielle Single, strotzt vor Lebhaftigkeit und wechselt zwischen treibenden Gitarren und einer prägnanten, packenden Hook. „That was born out of the frustrations of making this record," erinnert sich Lewis. „It came out of being really fucking pissed off, and you can hear that in my voice."
Auch beim düsteren und ruppigen Groove von „Wannabe" kann man dies laut und deutlich hören - der Sänger schimpft kräftig über gesichtslose Kritiker, die sich im Internet anonym äußern. „Failing" geht von einer eindringlichen Harmonie in einen lieblichen Refrain über. Mit seinen klaren Gitarren und Vocals ist „Something to Remind You" simpel und auf elegante Weise brutal, während „Paper Wings" voll purer Wut steckt.
„There's a deeper anger to the vocals and music," bestätigt April. „Some of the riffs Mike came up with were challenging and incredibly different. We've grown so much, and at the same time managed to find out way back to our roots."












