
IN GOLD BLOOD ist der Scheideweg, an dem Sänger Aled Philips, Gitarrist Joel Fisher und Iain Mahanty, Bassist Andrew Sheehy und Schlagzeuger Philip Jenkins im Jahre 2011 stehen. Die Systeme, Regeln und Ansichten, mit den sie aufgewachsen sind, kollidieren mit den Ideen, dem Verständnis und den Meinungen, die durch ihre eigenen Erfahrungen geformt wurden; stets gefärbt von den Hindernissen und Herausforderungen, die das Leben für sie bereithielt.
Das Album erzählt die Geschichte von einem Mann und einer Frau, die von Chaos und Wahnsinn umringt sind und sich auf eine Reise begeben, um all dem zu entkommen. Sie wandern, lernen und finden schließlich die Realität und die Antworten, nach denen sie gesucht haben. Am Ende bleibt nur der Mann übrig, ein gezeichneter Überlebender; seine Wegbegleiterin ist nicht mehr an seiner Seite und seine Zukunft ungewiss.
Bis zu dem Zeitpunkt, als die Band die Aufnahmen mit Jason Perry in Belgien und London beendeten, hatten Ereignisse wie der Tsunami, der Japan verwüstet hat, die Aufstände in Ägypten und Libyen, Beziehungsprobleme, Familienwerte, persönlicher Druck, das Leben einer Band und noch tausend andere Sachen das Songwriting beeinflusst und somit jedem Part und jeder Textzeile eine bestimmte Bedeutung gegeben. „Trying to write songs about doomsday while you watch the world falling apart every night on the news definitely had an impact on this album," fügt Philips hinzu. „World affairs could have easily been scripted by Hollywood producers in recent months. I needed an album title that was cinematic and visual to go with the nature of the songs and the lyrical content. It was a title I had kicking around during the writing of ‘Dirt', but I didn't want to use it until it felt right for something. I think it suits the whole ethos, flamboyance and drama of the album perfectly."
Trotz all dem Wahnsinn und der Verzweiflung, gibt es aber auch Hoffnungsschimmer auf IN GOLD BLOOD. Während das Leben von KIDS IN GLASS HOUSES zu kompliziert geworden ist, um sich auf reine, funkelnde und bombastische Hymnen und Momente ausgelassener Rauschzustände zu besinnen, gibt es trotzdem noch eine unterschwellige positive Einstellung, einen Drive und eine Kraft die IN GOLD BLOOD vorwärts treiben und das Album lebendig machen. Die Refrains sind fetter (Teenage Wonderland, Annie May), die Riffs aggressiver (Animals, Gold Blood) und die Arrangements vielschichtiger (Fire) auf einem Album, das die Ausschöpfung des Potenzials ist, das auf ihren früheren Veröffentlichungen bereits demonstriert wurde. Die Aussicht mag verwitterter sein und der Optimismus zugespitzter, aber die Dynamik und die rohe Energie, die KIDS IN GLASS HOUSES zu dem gemacht haben, was sie heute sind, sind intensiver als je zuvor.
Mit ihren ersten beiden Alben SMART CASUAL und DIRT und zahlreichen Tourneen, haben sich KIDS IN GLASS HOUSES in- und außerhalb ihrer Heimat bereits einen beachtlichen Namen erarbeitet und gelten als eines der bemerkenswertesten Talente Großbritanniens. Doch anstatt sich auf ihren bisher verdienten Lorbeeren auszuruhen, geht das Quintett weiter nach vorne und wagt es, sich von einer anderen Seite zu präsentieren.












