Takida
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Aktueller VÖ
Tour Daten
Band Mitglieder
Robert Petterson
Tomas Wallin
Mattias Larsson
Fredrik Pålsson
Kristoffer Söderström
Wo genau verläuft die Grenze, die die Linie zwischen coolem Hardrock und käsigen Hairbands zur Achse des Blöden macht? Wie viel musikalischer Spielraum befindet sich wirklich in dem Dreieck zwischen Nickelback, HIM und Reamonn? Seien wir ehrlich: es sind keine Welten, die sich dazwischen auftun.

Der Käsefaktor auf dem Planeten Rock wird abseits der Bühne bestimmt. Nur dort entscheidet sich, ob chorale Hooks, eingängige Melodien und treibende Grooves bei dem normalen Fan von der Straße ankommen oder auf den Konten verkokster Egomanen. Glaubwürdiger Rock gedeiht nahe am Leben, Leiden und Feiern derer, die ihn hören.

Vielleicht sind das subtile Erklärungen dafür, warum tAKIDA in ihrer Heimat Schweden innerhalb kürzester Zeit zu absoluten Shootingsstars aufsteigen konnten - ohne dass millionenschwere Budgets den Weg in die Charts breit walzen mussten. Hier sind fünf Jungs am Werk, die all ihre Aufmerksamkeit in das Schreiben guter Songs investieren statt auf Zielgruppen-optimierte Images.

Ihr erstes Demo nahmen tAKIDA kurz nach ihrer Gründung im Jahr 2000 auf, die 500er Auflage mit einer Handvoll Songs war binnen kürzester Zeit vergriffen. Der Bandname leitet sich aus dem in Schweden sehr beliebten japanischen Manga „Silver Fang" ab, der in den frühen Achtzigern dort jedem Kind bekannt war.

Ihre Erfolge haben tAKIDA seitdem eingefahren wie ein Bauer, nicht wie ein Börsenspekulant: mit verschwitzten Händen auf dem Acker schwedischer Rockclubs. Weitere vier EPs folgten, schließlich ein eigenfinanziertes Album, das in 10.000er Auflage ebenfalls schnellstens vergriffen war.

"Wir sind wohl eine Hardrockband mit gewissen Pop-Einflüssen", meint der Gitarrist Tomas Wallin. "Dieses breit definierte Genre kann völlig peinliche Bands hervorbringen, aber eben auch Acts wie Judas Priest und Iron Maiden, mit denen die meisten von uns aufgewachsen sind".

tAKIDAs Single "Losing" enterte die schwedischen Charts 2006 direkt auf Platz zwei und hielt sich wochenlang in den nationalen Top Ten. Das dazugehörige Album „Make You Breathe" wurde ein riesiger Erfolg und schließlich das am meisten verkaufte Rock-Album des Jahres 2006 in Schweden.

2007 folgt „Bury The Lies", dessen Songmaterial unter ungeheurem Erfolgsdruck in nur zwei Wochen geschrieben wird. „Wir haben damals zwei wichtige Dinge gelernt", erinnert sich Tomas „Erstens dass wir auch unter diesen Umständen sehr gut arbeiten können. Und zweitens, dass wir selbst in stressigen Zeiten nicht die Nerven verlieren und normal miteinander umgehen können."

"Bury The Lies" inzwischen mit Platin ausgezeichnet setzt sogar noch einen drauf, denn sowohl das Album als auch die Single „Curly Sue" schossen auf Platz eins der schwedischen Charts. Die Single hielt sich zudem zehn Wochen an der Spitze der nationalen Radio-Charts und war 2008 der meistgespielte Radiosong - kein Wunder, dass die Band für zwei Grammys nominiert wurde.

„Ganz sicher sind es die Songs wie ‚Losing' oder die Ballade ‚Curly Sue', die uns anfangs die Türen öffnen. Viele Leute sind dann aber überrascht, wenn sie das ganze Album hören. Insgesamt betrachtet klingen wir viel härter", meint Tomas.

Das spiegele sich auch bei den zahlreichen Liveshows, die die Skandinavier europaweit spielen: „Da stehen dann junge Girls, die uns aus dem Radio kennen neben Meshuggah-Fans und Altrockern, die wohl schon seit den Sechzigern dabei sind. Wir scheinen wirklich alle Altersstufen anzusprechen", so der Gitarrist nicht ohne Stolz.

Mit etwas Verspätung überollt „Bury The Lies" nun auch Deutschland mit hitverdächtigem, solidem Rock, der in vielen Momenten an die Trademarks von Veteranen wie Iron Maiden, Judas Priest oder Queen erinnert.

„Wir sind bodenständige Typen und hatten vor dem Erfolg mit tAKIDA ganz normale Jobs als Bauhelfer, Bürosklaven oder Dauerstudenten. Äußerlich werden wir uns da auch kaum ändern, egal wie viele Verkäufe oder Paparazzi zukünftig unseren Weg kreuzen", lacht Tomas.

Zero cheese eben.