Auch dieses Mal macht sich der Heavy Metal Clan mit seinem mittlerweile fast schon pantentierten groove-durchsetzten Schlachtruf aus Blast Beats und schweren Gitarrenriffs auf in extreme musikalische Territorien. Die Reise führt uns durch ein Konzept-Album über Sklaverei - ein neues Abenteuer, sogar für den legendären Frontmann Max Cavalera (ex-Sepultura, Cavalera Conspiracy).
Auch was das Line Up angeht, sind Neuigkeiten zu vermelden: Am Bass steht Tony Campos (ex-Static-X, Asesino) und an den Drums wird von nun an David Kinkade (Borknagar) sitzen, neben den beiden altbekannten Bandmitgliedern Marc Rizzo (Gitarre) und Max himself (Gitarre und Gesang).
Der Ursprung von „Enslaved" kann eigentlich bis hin zu Sepultura's Album-Meilenstein „Roots" von 1996 zurückgeführt werden. Kurz nach dessen damaliger Vollendung begann Max nämlich schon mit dem Gedanken zu spielen, ein ganzes Album der Thematik der Sklaverei zu widmen. Die Umsetzung wurde dann jedoch für einige Jahre auf Eis gelegt. Bis jetzt.
„I've had this concept for a long time," erörtert Max. „I actually thought it would be a Sepultura album, but that never happened. Soulfly went on, and I never forgot about the idea. Coming off the road supporting Omen (2010), I knew this was the best moment to do it. We're tackling an extreme subject with the heaviest music we've ever done. Everything is connected. When you're singing about something harsh like this, heavy music is the perfect match."
Die Band begab sich in der jetzigen Formation (seit Anfang 2011) zusammen mit Produzent Zeuss (Suicide Silence, Hatebreed) in die Tallcat Studios in Phoenix, Arizona, um die Vision gemeinsam musikalisch umzusetzen.
Max erinnert sich: „We tried to be more original. Zeuss really pushed me to work hard on the lyrics, and I decoded something fresh. Musically, the songs have pure fire. We call Dave (Kinkade) 'Dave the Duck' because his feet are so fast that they must be webbed."
Über den neuen Basser sagt Max folgendes: „I've known Tony since Soulfly toured with Static-X in 2002. He's an amazing bass player. Everything works like a machine."
Und eben diese Vier-Mann-Maschine ist in all ihrer Wucht und Zerstörungskraft auf der ersten Single „World Scum" in Aktion zu hören. Mit Travis Ryan von Cattle Decapitation als Gastsänger, lässt der Song ein Doublebass-Gewitter und einen fast schon besessen klingenden Max (im Wechsel mit Travis) auf den Hörer los.
„The song is about all of the evil in the last century. It covers the Nazis, John F. Kennedy's assassination, Hiroshima, and Nagasaki. Then, it examines religion ending on the final war between good and evil. Travis sounds so fucking insane."
Die Tracks „Legions", „Intervention" und „Chains" befassen sich dann wieder ganz direkt mit dem Thema der Sklaverei und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Gesellschaft.
„Gladiator" - der Titel sagt schon alles - bezieht sich sowohl auf den gleichnamigen Film, sowie auf Max's intensives Studieren zahlreicher Dokumentationen speziell über die Sklaven im römischen Reich, die als Helden in den antiken Arenen gefeiert wurden.
Um die jahrelange Tradition von Soulfly, mit diversen Gastkünstlern zusammen zu arbeiten auch auf „Enslaved" aufrecht zu erhalten, hat Max außer Travis Ryan auch noch andere Freunde als special guests verpflichtet: Die Wucht der Stimme von DevilDriver Frontmann Dez Fafara erklingt in dem Song „Redemption of Man By God".
Max‘ Urteil, kurz und bündig: „Pure venom".
Max hatte Dez kurzerhand vom Soundcheck seiner Band entführt, als DevilDriver in Phoenix spielten: „I've wanted to do something with Dez forever. We're on the same label, and we grew up with each other's music," so Max. „He's absolutely killer. The song ends with a creepy sample of this preacher. He's talking about the angel of death sparing those with the lamb's blood on their door in Exodus. It came through Tony's cabinet randomly and we recorded it. I took it as a sign."
Bei „Revengeance" sind Max's Söhne mit von der Partie: Zyon am Schlagzeug, Igor an der Gitarre (und Gesang) und Richie am Mikro.
Da der Song den tragischen Tod des gemeinsamen Bruders Dana Wells thematisiert, war diese interfamiliäre Zusammenarbeit natürlich ein bewegender Moment auf dem Album für alle Cavaleras.
„That was family day in the studio. I wrote the first of the song, and Igor wrote the other two. He ended up recording all of the guitars though. I don't even play on the song. It's a bit different from the rest of the record. It's a subject that's close to all of our hearts. When it was done, I felt like a proud papa."
Und Max hat allen Grund, stolz zu sein. Fast 15 Jahre lang sind Soulfly nun schon als Band in der Heavy Metal Szene aktiv und immer noch ist das Gaspedal des kreativen Antriebs voll durchgedrückt.
„I want people to go mental when they hear Enslaved. I want them to freak the fuck out. This is extreme. This is Soulfly."













