Sepultura
Media Player
Aktueller VÖ
Tour Daten
Band Mitglieder
Max Cavalera
Igor Cavalera
Andreas Kisser
Paulo Pinto
Metal, Hardcore, Trash, Punk, Tribal, das Quartett operiert grenzenlos und verschmilzt verschiedenste Elemente zu einem feurigen Potpourri mit unverkennbarem SEPULTURA-Flair. Stilübergreifender Sound, ein Trademark, welches die von Max und Igor Cavalera ins Leben gerufene Band von Anbeginn verfolgt hat. Nach den ersten, produktionstechnisch bedingt eher mäßigen Releases gelingt den beiden Brüdern sowie Bassist Paolo Pinto Jr. und Gitarrist Andreas Kisser (er tritt an die Stelle des ursprünglichen Lead-Klampfers Jairo T.) mit dem klaustrophobischen, Death Metal-lastigen Endachtziger Werk „Beneath The Remains“ (erster Weltweit-Release) der Sprung in die erste Metal-Liga. Mit den folgenden Platten „Arise“, „Chaos AD“ und „Roots“ bauen die vier ihren Status nicht nur mächtig aus, sie setzen beeindruckende Zeichen in puncto scheuklappenfreies, kompromißloses Arbeiten und überraschen mit stets neuen Ingredienzen, wie etwa die Einflechtung traditioneller Musik aus ihrer Heimat (man erinnere sich unter anderem auch an die aufsehenerregende Kooperation mit den Xavante-Indios im Zuge der „Roots“-Aufnahmen). Der Dezember 1996 bringt dann einen Wendepunkt im SEPULTURA-Universum als Frontmann Max Cavalera – nunmehr mit seiner Band Soulfly in aller Munde- die Truppe verläßt. Das verbliebene Trio findet in dem aus Cleveland stammenden Hünen Derrick Greene (ehedem bei Alpha Jerk und Outface tätig) einen stimmgewaltigen Ersatz. Das erste Soundmenü mit Derrick am Mikro folgt schließlich 1998 mit „Against“ (aufgenommen unter der Regie von Bill Kennedy in verschiedenen Studios u.a. in L.A., San Francisco, San Diego und auf den japanischen Sado-Inseln), einmal mehr ein Werk von SEPULTURA-nischem Facettenreichtum und Power, wobei Greene sich mehr als passend ins Bild einfügt. Auf „Against“ arbeiten die Jungs mit japanischen Kodo-Trommlern zusammen, und auch Metallica's Jason Newsted gibt sich auf der Platte ein Stelldichein. Nachdem SEPULTURA letztes Jahr erfolgreich an der „Tattoo The Earth“-Festival-Tour (u.a. mit Slipknot, Sevendust) teilgenommen haben, sind sie anschließend in Rio – erstmals seit „Beneath The Remains“ wird wieder in Brasilien aufgenommen- ins Studio gegangen, um mit Produzent Steve Evetts (Hatebreed) die neue Langrille zu schmieden. Gemixt wird das glühende Eisen von Steve Thompson (Hed PE) in New York. Das Ergebnis ist bestechend und erster Güte! Der Opener „Sepulnation“, eine Art neue Bandhymne, knallt mit Ultragroovyness und gefahrverheißender Atmosphäre durch die Boxen, „The Ways Of Faith“, „Politricks“ (Gast :Ex- Dead Kennedys- Fronter Jello Biafra) und das tribalgetünchte „Uma Cura“ (portugiesisch für „eine Kur“, Gäste: Marinho (Pavihao 9), DJ Product (Hed PE)) faszinieren durch spannungsreiches Tempo- Wechselspiel, knackige Highspeed-Kräcker wie „Revolt“ und „Human Cause“ (Gast: Hatebreed- Sänger Jamey Jasta) treten den Allerwertesten bis der Arzt kommt, packend unberechenbar kommt „Tribe To A Nation“ (Gast: Dub- Reggae- Legende Dr. Israel) daher und „Water“ (Gast: Dener (Infierno)) sowie das getragen bombastische, von den finnischen Streichern Apocalyptica bearbeitete „Valtio“ lassen intensiv ruhigere Momente ans Tageslicht. Derrick Greene setzt der opulenten Inszenierung derweil aufs variabelste die vokalistische Krone auf. Doch nicht nur musikalisch ist „NATION“ äußerst aussagekräftig, haben die vier Maniacs doch eine Art Konzept in das Album integriert. Es geht um die Idee EINER Nation ohne Grenzen, Waffen und Pässe, dafür mit Toleranz, Respekt und Freiheit. So utopisch die SEPULTURA- Nation auch ist, so wünschenswert ist sie auch.