Porcupine Tree
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Aktueller VÖ
Tour Daten
Band Mitglieder
Steven Wilson
Richard Barbieri
Colin Edwin
Gavin Harrison
05.10.2010 Steintor-Variete' Halle http://www.ticketonline.com/de/de/production/8965-Porcupine+Tree/ Buy Tickets 06.10.2010 Admiralspalast Berlin http://www.ticketonline.com/de/de/production/8965-Porcupine+Tree/ Buy Tickets 07.10.2010 Ruhrkongresszentrum Bochum http://www.ticketonline.com/de/de/production/8965-Porcupine+Tree/ Buy Tickets 08.10.2010 Brahms-Saal Karlsruhe http://www.ticketonline.com/de/de/production/8965-Porcupine+Tree/ Buy Tickets Zweifelsohne ist es schwierig, Porcupine Tree in irgendeiner Weise zu kategorisieren.

Mastermind und Frontmann Steven Wilson hat sich nicht nur als brillanter Songschreiber verdient gemacht, sondern ist außerdem bekannt für seine Arbeit als Produzent für Bands wie die schwedischen Progressive Metaller Opeth oder die norwegische Sängerin Anja Garbarek. Dazu kommen noch einge Nebenprojekte wie No-man, Bass Communion und Blackfield.

Wilson gründete Porcupine Tree quasi als Abfluss für seine unbändige Kreativität. Die erste bedeutende Veröffentlichung war 1992 „On The Sunday Of Life...", ein psychodelisches Album voller Studio-Experimente, das eigentlich nicht viel mit dem heutigen Sound der Band zu tun hat. Dann fing Wilson an, den Sound anzureichern und kreierte schließlich eine Mischung aus progressivem Rock und Ambient auf der 30-minütigen Single „Voyage 34".

1993 wurde Wilsons Soloprojekt zu einer Band, als Colin Edwin (Bass), Chris Maitland (Schlagzeug) und Richard Barbieri (Keyboards) rekrutiert wurden, um Porcupine Tree live auf die Bühne bringen zu können. Das erste Album, das man als „richtige" Band aufnahm, war „Signify" (1996), dem „Stupid Dream" (1999) folgte, ein sehr Song-orientiertes Album. Auf „Lightbulb Sun" führten sie diesen Kurs zwar zunächst fort, änderten ihn jedoch auf der nächsten Veröffentlichung wieder, was nicht zuletzt mit dem ersten (und bis dato einzigen) Line-Up Wechsel zu tun hatte: 2002 wurde Chris Maitland durch Gavin Harrison ersetzt und die Band unterschrieb einen neuen internationalen Plattenvertrag bei Lava/Atlantic Records.

Es folgten drei Major-Veröffentlichungen - „In Absentia", „Deadwing" und das für einen Grammy nominierte letzte Album „Fear Of A Blank Planet". Da die Alben eine Spur härter waren als vorangegangene Veröffentlichungen, sprachen Porcupine Tree ein völlig neues Publikum an.

2006 unterschrieben Porcupine Tree schließlich einen Europa-Deal bei Roadrunner Records.

Seit der Veröffentlichung von „Fear Of A Blank Planet" in 2006 hat die Band einiges andere auf ihrem eigenen Label Transmission veröffentlicht, darunter eine EP namens „Nil Recurring" und das Akustialbum „We Lost The Skyline".

„The Incident" ist das zehnte Porcupine Tree Studioalbum und genau wie „Fear Of A Blank Planet",
das ein Konzeptalbum über das 21. Jahrhundert und Themen wie MTV, Sex, Medikamentenabhängigkeit, Videospiele, das Internet, Langeweile und Flucht ist, nimmt es den geneigten Hörer mit auf eine Sound-Reise der besonderen Art. Das zentrale Stück bildet der 55-minütige Titeltrack, der in 14 Abschnitte unterteilt ist, die zwar unterschiedlich, aber trotzdem untrennbar miteinander verbunden sind.

Die Geschichte beginnt langsam mit ‚Occam's Razor' und gewinnt an Momentum und Intensität mit ‘The Blind House', ‚Drawing The Line' und ‚The Incident' selbst.
Die Ruhe von "The Yellow Windows Of The Evening Train" wird begleitet vom sanften Kratzen einer Nadel auf Vinyl - denn auch im digitalen Zeitalter ist Wilson immer noch ein Fan der ‚alten' Art des Musikhörens. ‚Octane Twisted' verstört und verführt gleichermaßen während ‚I Drive The Hearse' mit einer gehörigen Portion Melancholie den 14-teiligen Liedzyklus schließlich beendet.

Die Idee für „The Incident" kam Steven Wilson als er aufgrund eines Verkehrsunfalls im Stau stand.

"There was a sign saying ‘POLICE - INCIDENT' and everyone was slowing down to rubber neck to see what had happened," erinnert er sich. "Afterwards, it struck me that ‘incident' is a very detached word for something so destructive and traumatic for the people involved. And then I had the sensation that the spirit of someone that had died in the car accident entered into my car and was sitting next to me.

The irony of such a cold expression for such seismic events appealed to me, and I began to pick out other ‘incidents' reported in the media and news," fährt Wilson fort. "I wrote about the evacuation of teenage girls from a religious cult in Texas, a family terrorizing its neighbours, a body found floating in a river by some people on a fishing trip, and more. Each song is written in the first person and tries to humanize the detached media reportage."

Im Zuge dieses Vorfalls erinnerte sich Wilson an Vorfälle, die sein eigenens Leben maßgeblich beeinflusst haben, wie der Verlust einer Freundschaft, eine Seance, seine erste Liebe und der Tag, an dem er beschlossen hat, sein gesichertes Einkommen aufzugeben und seinem Traum Musik zu machen zu folgen.

Der epische Song des Albums, ein 11-minütiges, an Pink Floyd erinnerndes Meisterwerk namens ‚Time Flies' zum Beispiel beginnt mit den Worten: „I was born in 1967."

"1967 was possibly the most significant year in the history of rock music; ‘Sergeant Pepper' by the Beatles and the first albums by Jimi Hendrix, Pink Floyd, and The Doors were all released that year," sagt Steven. "I found myself wondering whether those facts were significant... maybe it's why I ended up becoming a musician?"

„The Incident" wirft viele wichtige Fragen auf und gibt dem Hörer einiges zum Nachdenken. Doch wie man es von Wilson seit jeher gewohnt ist, macht er kein Geheimnis daraus, was seiner Meinung nach die richtigen Anworten sein könnten. "One of the beauties of music - one of the reasons it's still the greatest art-form, even over cinema - is that it demands so much of the person that experiences it, as well as those that create it."

„The Incident" ist sicherlich kein Album, dessen Tiefgang sich einem beim ersten Hören direkt erschließt. Vielmehr entdeckt man mit der Zeit alle möglichen kleinen Details. "It's definitely not an album that should inspire a passive response," proclaims Wilson.

Kurz und bündig sagt Wilson über „The Incident": "It's a slightly surreal song cycle about beginnings and endings and the sense that ‘after this, things will never be the same again'."

Die Arbeit an seinem ersten Soloalbum „Insurgentes" , das im November 2008 erschien, hat Wilson auch zum neuen Porcupine Tree Album inspiriert: "Possibly because of having done that, this record is darker, expansive, and more experimental," so Wilson. "But when I write for Porcupine Tree, I know the sound I'm after."

Während auf „Fear Of A Blank Planet" einige Gäste zu hören waren - Alex Lifeson von Rush, King Crimson's Robert Fripp und der live Gitarrist der Band John Wesley - hat man auf „The Incident" komplett darauf verzichtet.

Das selbstproduzierte Album wird von vier weiteren, eigenständigen Kompositionen vervollständigt, die während einer Band Session im vergangenen Dezember entstanden sind. Flicker, Bonnie The Cat, Black Dahlia und Remember Me Lover befinden sich auf einer separaten CD, um ihre Unabhängigkeit vom Titeltrack zu demonstrieren.